Kinder: Psoriasis durch Passivrauch


Rauchende Eltern
Kinder: Psoriasis durch Passivrauch
Motortion Films/shutterstock.com

Rauchende Eltern schaden ihren Kindern auf vielfältige Weise. Auch das Risiko, eine Schuppenflechte (Psoriasis) zu entwickeln, steigt durch das Passivrauchen.

Passivrauchen mit Folgen

Für Kinder ist das Aufwachsen in einem Raucherhaushalt gefährlich. Nicht nur, dass sich das Rauchverhalten als schlechtes Vorbild oft auf den Nachwuchs überträgt. Durch das dauernde Passivrauchen erhöht sich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Raucherkinder sind zudem später häufiger übergewichtig als Kinder aus Nichtraucherhaushalten. Und sie erkranken als Erwachsene häufiger an Lungen-, Blasen- oder Nierenkrebs.

In Raucherhaushalten signifikant häufiger

Nun haben türkische Forscher*innen eine weitere negative Auswirkung des Passivrauchens im Kindesalter herausgefunden. Sie verglichen die Lebensumstände von 130 Kindern mit Schuppenflechte mit denen von 390 hautgesunden Altersgenossen. Dabei stellte sich heraus, dass die Schuppenflechte signifikant häufiger bei Raucherkindern war als bei Kindern von Nichtraucher*innen. Dieser Zusammenhang blieb auch noch bestehen, als die Forscher*innen weitere Einflussfaktoren wie Kortison- oder Antibiotikagebrauch, eine familiäre Veranlagung für Schuppenflechte oder Übergewicht berücksichtigten.

Über welche Mechanismen der Schuppenflechte-fördernde Effekt abläuft, ist unklar. Womöglich blockieren Abbauprodukte von Nikotin die Hautzellen, die für die Hornhautproduktion verantwortlich sind. Weitere Gründe könnte eine durch den Tabakrauch ausgelöste Fehlregulation des Immunsystems sein.

Auch belastende Erlebnisse gehen auf die Haut

Die Studie ergab auch weitere Risikofaktoren für die Entwicklung einer Schuppenflechte vor dem 18. Lebensjahr. Dazu gehörten neben der familiären Veranlagung belastende Ereignisse im Leben der Kinder und Übergewicht.

Quelle: SpringerMedizin

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